Die kleine Kapelle St. Leonhard und der dazugehörige Brunnen verschwinden beinahe zwischen den Türmen grüner Getränkekisten inmitten des kleinen Wäldchens in der Umgebung des bayerischen Stefanskirchen; aufgrund der steigenden Nachfrage und der immer höher werdenden Kistentürme reicht die Kapazität hier aber schon längst nicht mehr. - Doch die neue Produktionsstätte mit einer vielfachen Produktionskapazität ist bereits kurz vor dem Bezug – in unmittelbarer Nähe zum alten Betrieb, zur Kapelle und natürlich zur Quelle mit dem heilenden Wasser. In einem einzigen Gebäude wird hier in Zukunft sowohl die Verwaltung als auch die gesamte Produktion untergebracht: die Abfüllanlage, die automatische Reinigung der Glasflaschen und natürlich die Reinigung des anfallenden Abwassers – mit einer mehrstufigen AQUAMAX ® XL-Kläranlage. - Wir waren dabei, als die Anlage installiert, getestet und in Betrieb genommen wurde.
Die Aufbereitung des Wassers vom Fuße der bayrischen Alpen gehört seit jeher zum alltäglichen Handwerk der Leonhardsquelle, aber die Behandlung der Abwässer war Neuland für die Techniker!
Folglich wurde nach einem kompetenten Partner gesucht. Die ausführende Baufirma ging also zu seinen Nachbarn, der bwu Unterholzner GmbH; es war bekannt, dass dieses Unternehmen als Vertriebspartner der ATB mit dem AQUAMAX ® weiterhelfen konnte. Im Rahmen der abwassertechnischen Projektierung und dem Verfahren zur Erlangung der wasserrechtlichen Erlaubnis wurde dann das ortsansässige Ingenieurbüro Stief damit beauftragt, eine Lösung des Abwasserproblems zu finden. In der ersten Phase des Projektes musste zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Schließlich fallen im Betrieb ganzjährig drei verschiedene Abwasserströme an, die von der zu konzipierenden Kläranlage bewältigt werden mussten:
- Die Fäkalabwässer der Angestellten im Büro (Verwaltung) und die Abwässer aus dem Sozialgebäude des Betriebes – zusammen 8 EW.
- 3 m3 Abwasser am Tag aus der Rückspülung der Enteisenung. Das Quellwasser ist stark eisenhaltig und muss vor der Aufbereitung durch einen Ionentauscher geführt werden. Die anfallenden Eisenflocken werden durch Rückspülen des Ionentauschers entfernt und in einem trichterförmigen Absetzbecken aufgefangen. Diese abgesetzten Eisenrückstände werden dann separat entsorgt.
- Den Hauptabwasserstrom liefert die Flaschen- und Kisten-Waschanlage. Hierbei fallen am Tag ca. 144 m3 Wasser an, der Spitzenwert beträgt 6m3 pro Stunde. Die hierbei anfallenden Abwässer haben einen sehr stark schwankenden pH-Wert und müssen im Zuge der Pufferung vorweg in einen moderaten Bereich gebracht werden.