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TOURISMUSINDUSTRIE

Abwasserbehandlung und Wiederverwertung für die Tourismusindustrie

Die größte Herausforderung bei einer Kläranlage für z.B. ein Hotel oder Resort liegt in den saisonalen Schwankungen. Sommer- oder Winterbetrieb können zu beträchtlichen Belastungen führen. Oftmals innerhalb weniger Tage. Wir haben es dabei mit dem Abwasser des Hotelbetriebes und der Restaurants zu tun. In vielen Fällen spielt das Thema Wasserwiederverwendung eine große Rolle. Viele Ferienanlagen liegen auf Inseln, in trockenen Gebieten oder direkt an Gewässern. Sauberes Wasser und eine intakte Natur sind also essentielle Voraussetzungen für die Tourismusindustrie. Daher sollten Sie Ihre Abwasserprojekte nur in die Hand von Experten geben, denn wir haben mehr als 20 Jahre Erfahrung in Kläranlagen für Hotels, Ferienanlagen und die Gastronomie.

Saisonale Schwankungen in Hotels & Resorts erfordern flexible Konzepte

In diesem Video erfahrt ihr alles über die Abwasserbehandlung und Wiederverwertung für die Tourismusindustrie, mit dem Schwerpunkt auf Hotels. Die größte Herausforderung für Hotel-Kläranlagen liegt in der bunt gemischten Zusammensetzung des Abwassers:

Normales häusliches Abwasser aus dem Hotelbetrieb, „heißes“ Wäschereiabwasser, das stoßweise in die Kläranlage strömt, extrem fetthaltiges Abwasser aus den verschiedenen Restaurants sowie stark fetthaltiges, emulgiertes Abwasser aus dem Spa-Bereich. Extreme Schwankungen zwischen dem sehr hohen Abwasservolumen pro Tag an Wochenenden und nur einem Bruchteil davon während der Woche und dem deshalb erforderlichen großen Puffervolumen - all diese Herausforderungen lassen sich selbstverständlich mit unseren Produkten lösen.

Praxisbericht Hotellerie

Englands Nobel-Spa: Hoar Cross Hall

In letzter Minute gerettet!

100 Luxus-Suiten, Fitness-, Therapie- und Massageräume, Relaxzonen, therapeutische Bäder, Whirlpools, Süß- und Salzwasser-Schwimmbäder, mehrere Restaurants, Tennis-, Boule- und Krocketplätze, Gymnastik- und Aerobic-Studios, Beauty-Salons sowie eine 9-Loch-Golfanlage mit Putting Green und Driving Range. - Dass ein solches Projekt enorme Mengen hoch belastetes Abwasser produziert und – bei Einleitung in das kommunale Abwassernetz – schier astronomische Gebühren verursacht, versteht sich von selbst. Also musste eine eigene Kläranlage her!

Gesagt – getan: Ein britisches Unternehmen wurde angefragt, beauftragt und eine Kläranlage wurde gebaut. Doch im Gegensatz zum beabsichtigten Ergebnis führte dieses Projekt beinahe zur Katastrophe: Die Anlage war weder groß genug dimensioniert noch hielt sie die von den Behörden geforderten Reinigungswerte ein. Und das Schlimmste: Der Gestank um das First-Class-Resort. So flexibel, wie Steve Joynes nun mal ist, recherchierte er kurzerhand nach einer vernünftigen Lösung für sein Problem – und stieß durch die Empfehlung eines Birminghamer Wartungsbetriebes schließlich auf die britische ATB-Tochter ATB Environmental Technologies Ltd. Kurzfristig machten sich Ingenieure aus dem ostwestfälischen Mutterunternehmen auf den Weg nach England, um – gemeinsam mit den englischen Kollegen – die Lage vor Ort zu begutachten. Und das, was sie vorfanden, stellte eine echte Herausforderung an ihr Können und ihre Kreativität dar.

Die „bunt“ gemischte Zusammensetzung des Abwassers – normales häusliches Abwasser aus dem Hotelbetrieb, „heißes“ Wäschereiabwasser, das stoßweise in die Kläranlage strömt, extrem fetthaltiges Abwasser aus den verschiedenen Restaurants sowie stark fetthaltiges, emulgiertes Abwasser aus dem Spa-Bereich – sowie dessen Neigung zur übermäßigen Schaumbildung waren dabei noch das geringste Problem. Auch die extremen Schwankungen zwischen einem Abwasservolumen von über 1.000 EW pro Tag an Wochenenden, einem Bruchteil davon während der Woche und dem deshalb erforderlichen großen Puffervolumen bereiteten den Spezialisten keine Sorgen. Vielmehr waren es die vorhandenen Kunststoffbehälter, die die Köpfe der Ingenieure zum Qualmen brachten:
Befestigungen für die AQUAMAX ® Schwimmkörper mussten angepasst, eine komplett neue Führung dafür entwickelt und viele Einbauteile komplett geändert werden, um die Montage der neuen Anlage so schnell wie möglich realisieren zu können. Der Resort-Betrieb sollte währenddessen natürlich weiterlaufen.

Während die englischen Kollegen vor Ort die notwendigen Erdarbeiten ausführten und einen weiteren Kunststoffbehälter für den SBR-Reaktor aufstellten, wurde im deutschen ATB-Werk das Klärsystem AQUAMAX ® PROFESSIONAL für bis zu 1.000 EW mit den erforderlichen Modifikationen sowie die Anlagensteuerung gebaut, montiert und schließlich nach England verschifft. ATB-Techniker machten sich nun auf den Weg nach England und installierten innerhalb von nur einer Woche die gesamte Anlagen- und Steuerungstechnik und nahmen die Kläranlage in Betrieb. Und nach dem überaus erfolgreichen Testlauf war zu guter Letzt ein freudiges Aufatmen des Mannes zu registrieren, der das Geheimnis seines Erfolges in dem Buch „Take Aktion“ niedergeschrieben hat und den berühmten Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Mythos tagtäglich vor unseren Augen lebt: Self-made Millionär Steve Joynes.

Das Hoar-Cross-Hall-Projekt auf einen Blick

Bauherr: Hoar Cross Hall Spa Resort, Hoar Cross, UK

Projektleitung & Ausführung: ATB Environmental (UK) Ltd.

Anlagentechnik: ATB Water GmbH

Anlagengröße: AQUAMAX® XL-2 - 1000 EW

Kosten der Anlagetechnik: Ca. 65.000 €

Inbetriebnahme: Oktober 2004

Geforderte Reinigungsleistung: BSB5 < 25 mg/l / Schwebstoffe < 45 mg/l

Ablaufwerte: CSB < 58,5 mg/l / BSB5 < 9 mg/l / Schwebstoffe < 13 mg/l

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